Im Herbst 1247: Als der Mönch Carolus sein Winterquartier in der Nähe von Bremen beziehen soll, hat er bereits 180 Tage anstrengendster Wanderung und viele Abenteuer hinter sich.

Doch seine Ruhe ist so umkämpft wie das Reich seiner Zeit: Von Anfang an ist er in die Kämpfe und die Zerrissenheit seiner Tage einbezogen. Und der große Bericht, den er an seinen Abt schreiben soll, der wird ein Spiegel dieser Verhältnisse.

Aber auf der Suche nach seinen Erinnerungen – und dem «Erinnern», der «Recordatio», überhaupt – zerbricht das Bild einer geordneten Welt in ihm selbst, und er muss sich die Frage stellen, wer er selbst ist. Und welche Rolle und Aufgabe er in diesem Gefüge hat. Und wer ist dieser Gott, der sich – angeblich – an uns erinnert, wenn doch alles so scheint, als hätte er uns vergessen und würde uns einem gleichgültigen Schicksal überlassen?

Als Gott sich «seiner erinnert», erlebt er zunächst beissende Gleichgültigkeit, schmerzvolle Liebe und ruhelose Rast. Doch genau darin wächst ihm eine eigene Rolle zu, entwickelt er – mutig – eine eigene Identität, und Carolus spürt seine wirkliche Persönlichkeit.

Und seinen Platz im Leben.

„Recordatio“ ist eine Reflexion über Zeit, Leben und Ewigkeit.

Das Buch ist über den Buchhandel bestellbar, am besten gleich hier über den „Buchshop“.

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