In den ersten Frühlingstagen des Jahres 1247 bricht der junge Walliser Mönch Carolus zu einer von höchster Stelle verordneten, abenteuerlichen Reise durch das damalige Reich «deutscher Zunge» auf.

Doch was der unkonventionelle und übermotivierte «Kirchen-Mann» aus dem Kloster St. Maurice d’Agaune an der unteren Rhône während des ersten Teiles dieser Schicksalsreise, in der «Zeit der Anrufungen», dem «Tempus Invocationum», erlebt, das erschüttert nicht nur sein eigenes, verträumtes Weltbild: Immer wieder und immer mehr gerät er darüber hinaus in Situationen, in denen er – zunächst ungewollt – in das Leben und die Weltsicht anderer eingreifen will, ja muss.

Als sich – zwischen Glück und Unglück – die Dinge unwiderruflich überstürzen, sieht sich der glühende Anhänger seiner Vorbilder Paulus und Franziskus in einer Verantwortung, die zu früh kommt für sein frisches Leben.

Doch genau dadurch kommt er in Berührung mit den Mächten und Mächtigen seiner Zeit, deren Eigenheiten und Interessen er recht schnell erkennt, und die er auch bald instinktiv für sich zu nutzen weiss. Und Carolus kann sich den Gesetzen der Welten, denen er da begegnet, nicht mehr entziehen. Er muss handeln…

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