Weihnachten 1246. Voll tief empfundener Freude, aber auch recht verträumt, macht sich der erst 20jähirge Carolus Paulus – Mönch im Kloster St. Maurice an der Rhône im unteren Wallis – daran, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Und schon zur Jahreswende beginnt er eine Art Tagebuch, das er – in enger Reibung an der Biographie Karls des Grossen, die ihn anzieht und abstösst gleichermassen – “Vita Caroli Pauli” nennt. Doch die Pläne, die er schmiedet, die Visionen, die er wahrzunehmen glaubt, und die Beziehungen, die das Kommunikationstalent mit grösster Leichtigkeit knüpft: Fast alles wird von seinen Oberen im Kloster brüsk abgewiesen. Und so erlebt er die Reihe der Fastensonntage des frühen Jahres 1247 als Rausch und Ernüchterung zugleich. Tief verzweifelt kollabiert der junge Carolus in selbstzerstörerischer Weise, als er für sein aufbrausendes Wesen schliesslich bestraft wird.
Doch dann bricht blitzartig die “ganz grosse Welt“ seiner Zeit in die beschaulich-meditative Atmosphäre des uralten Klosters ein. Und das Anfordernde und “Moderne“, das sich da unerwartet Bahn bricht, das kann auch in dem Urteil des gereiften Abtes Nantelmus nur einer ausführen: Der junge Carolus Paulus. Überstürzt wird er für eine vom Heiligen Stuhl angeordnete Reise durch den Deutschen Teil des Kaiserreichs ausgerüstet. Überhastet bereitet er sich vor, und alle Brüder versuchen ihm mehr mitzugeben als er innerlich ertragen kann. So bleibt das wirkliche Abenteuer doch schliesslich an ihm selbst: Er wird auf der Reise alleine herausfinden müssen, worum es da geht. Das Eigentliche liegt noch vor ihm, er selbst muss es entdecken.
“INITIA – Zeit der Anfänge” bereitet die Bühne für die grossen – zumeist historisch fundierten – Charaktere und Themen der kommenden sieben Bücher der Serie “Vita Caroli Pauli”.

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